• Flamenco und Bauchtanz
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AlhambraDer Name Alhambra ist auf das Arabische al-hamra' / ‏قصر الحمراء ‎ / qaṣr al-ḥamrāʾ /„Die Rote (Festung)“, zurückzuführen, denn ihre Mauern erglühen im Licht der Tageszeiten in den unterschiedlichsten Farbnuancen eines zarten Rots. Eisenhaltiger Ton, aus dem die Ziegel gefertigt wurden, ist für das Farbspiel verantwortlich. ¡„Olé!“- Dieser beliebte Ausruf, der auch im Flamenco verwendet wird, stammt vermutlich von „Allah!“. Die Wiege des Flamenco, Andalusien, war von 711 bis 1492 unter maurischer Herrschaft. Überwiegend bestanden die zunächst einfallenden arabischen Truppen aber aus Berbern (die Ureinwohner des heutigen Marokko, viele unterschiedliche Stämme, die den Arabern unterworfen wurden). Im Jahre 929 wurde in Córdoba das unabhängige Kalifat (statt, wie ursprünglich gedacht, ein islamischer Staat) gegründet und es begann die Blütezeit des Islam in Al- Andalus. Jahrhunderte lang war Andalusien stark vom Islam geprägt, wobei erwähnt sein muss, dass die Erbauer der Al- Hamra, und die Menschen, die in Andalusien lebten, nicht alle Araber, sondern überwiegend moslemische Spanier waren, die arabisch sprachen. Der Stadtteil Albaycín in Granada stand bereits vor der Stadt Granada, vor Sacromonte und der Alhambra, und gilt seither als der jüdische Stadtteil. Muhammad Ibn Al Ahmar baute die Festungsanlage, die im Laufe der Zeit zu einer Stadt, der heutigen Alhambra, wurde.

Schmelztigel der Kulturen

Während der maurischen Besetzung war Granada ein Schmelztigel der Kulturen. Juden, Muslime, Christen und Zigeuner lebten Jahrhunderte lang in Toleranz friedlich miteinander. Als die Juden und Zigeuner aus der Stadt vertrieber wurden, ließen sich die Zigeuner, die Gitanos, oberhalb des Stadtteils Albaycín nieder. Noch heute sind dort ihre Höhlenhäuser zu sehen, dieser  Teil Granadas wird Sacromonte genannt. Der 12er- Takt des Flamenco ist dem jüdischen und persischen Rhythmus ähnlich. Der Gebetsruf „La ilaha il-allah“ (es gibt keinen Gott außer Gott) klang Jahrunderte lang von den Türmen Andalusiens. Die ersten Laute im Cante (Flamencogesang) nennt man „Lailos“, was vermutlich darauf zurückzuführen ist, und bei manchen Rumbas wird noch „laihilaihlo“ gesungen. Ein Flamencostück, das aus den Zambras (Wohnhöhlen der Zigeuner in Sacromonte) kommt, heißt „Mouresque“- die Maurische. Man kann davonausgehen, dass einige Ausrufe beim Flamenco, die heute nicht mehr Bedeutung haben, als zu ermuntern und an zu feuern, vom Arabischen kommen. Mehr als „olé“ wird beim Flamenco übrigens „oleay“ gerufen.

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